Kurz und knapp
- Wasser im Ohr sollte niemals mit Wattestäbchen entfernt werden, da dies Verletzungen, Bakterienverschleppung und Ohrenschmalzpfropfen verursachen kann.
- Stattdessen helfen sanfte Methoden wie Kopfneigen, leichtes Hüpfen, das Erzeugen eines Unterdrucks mit der Hand, vorsichtiges Föhnen oder ein Papiertaschentuch am Gehörgang.
- Wenn Hausmittel nicht wirken, Schmerzen auftreten oder das Hörvermögen länger als einen Tag eingeschränkt bleibt, ist ein Besuch beim HNO-Arzt sinnvoll.
- Bei Enge & Menze empfehlen wir Ihnen, auf schonende Lösungen zu setzen, um Ihre Ohren zu schützen und Infektionen vorzubeugen.
Wasser im Ohr entfernen: Ist das Wattestäbchen die Lösung?
Viele Menschen greifen instinktiv zu Wattestäbchen, wenn sie Wasser im Ohr loswerden möchten. Doch diese Methode ist nicht nur ungeeignet, sondern kann auch gefährlich sein.
Ein Wattestäbchen kann das empfindliche Trommelfell verletzen oder Bakterien tiefer ins Ohr transportieren. Außerdem besteht die Gefahr, dass Ohrenschmalz in den Gehörgang hineingedrückt wird. Das wiederum erschwert den Abfluss des Wassers und kann Infektionen begünstigen.
Es gibt jedoch sanfte und sichere Möglichkeiten, Wasser aus dem Ohr zu entfernen. Neigen Sie den Kopf zur Seite und ziehen Sie vorsichtig am Ohrläppchen, damit das Wasser besser abfließen kann. Auch ein kleiner Unterdruck kann helfen: Drücken Sie die Handfläche auf das Ohr und lösen Sie sie wieder, um einen leichten Sog zu erzeugen.
Eine weitere Möglichkeit ist das vorsichtige Trocknen mit einem Föhn auf niedriger Stufe. Achten Sie dabei unbedingt auf ausreichend Abstand, um das Ohr nicht zu reizen.
Wattestäbchen: Diese Gründe sprechen gegen ihren Einsatz
Viele Menschen glauben, Wattestäbchen seien ein praktisches Hilfsmittel, um Wasser oder Schmutz aus dem Ohr zu entfernen. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn Wattestäbchen können mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Verletzungsgefahr
Der Gehörgang und das Trommelfell sind sehr empfindlich. Schon ein unbedachter Druck mit dem Wattestäbchen kann zu schmerzhaften Verletzungen führen.
Ohrenschmalz verstopft den Gehörgang
Anstatt Ohrenschmalz zu entfernen, wird es oft nur tiefer in den Gehörgang geschoben. Kommt Wasser hinzu, quillt das Ohrenschmalz auf und kann einen festen Pfropfen bilden. Dieser behindert nicht nur den Wasserabfluss, sondern führt auch zu Hörproblemen.
Bakterienverschleppung
Wattestäbchen können zudem Bakterien, die mit dem Wasser ins Ohr gelangt sind, noch weiter hineinschieben. So steigt das Risiko für Infektionen und Entzündungen.
Wasser im Ohr? Diese Methoden helfen sicher
Wenn sich Wasser im Ohr sammelt, ist das oft unangenehm. Zum Glück gibt es einfache und schonende Möglichkeiten, das Wasser wieder loszuwerden, ganz ohne Wattestäbchen.
Kopf neigen und hüpfen
Neigen Sie den Kopf zur Seite und ziehen Sie sanft am Ohrläppchen. So kann das Wasser leichter abfließen. Unterstützend können Sie vorsichtig auf einem Bein hüpfen.
Vakuum erzeugen
Drücken Sie die flache Hand fest auf das betroffene Ohr und ziehen Sie sie ruckartig wieder ab. Dadurch entsteht ein leichter Unterdruck, der das Wasser aus dem Gehörgang herauszieht.
Föhn verwenden
Stellen Sie einen Föhn auf niedrige Stufe und halten Sie ihn mit genügend Abstand ans Ohr. Die warme Luft hilft, das Wasser schonend zu verdampfen.
Papiertaschentuch
Falten Sie ein Papiertaschentuch längs zusammen und platzieren Sie es vorsichtig am Eingang des Gehörgangs. Das Tuch saugt überschüssiges Wasser auf, ohne das Ohr zu reizen.
Bei Enge & Menze empfehlen wir Ihnen, diese sanften Methoden zu nutzen, um Ihre Ohren zu schützen und Infektionen vorzubeugen.
In diesen Fällen ist ein Arztbesuch ratsam
Auch wenn sich Wasser im Ohr in den meisten Fällen mit einfachen Mitteln entfernen lässt, gibt es Situationen, in denen Sie besser ärztlichen Rat einholen sollten.
Suchen Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf, wenn die genannten Hausmittel keine Wirkung zeigen oder wenn Sie länger als einen Tag ein dumpfes Hörgefühl haben.

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