Kurz und knapp
- Eine Schallleitungsschwerhörigkeit entsteht durch Störungen im Außen- oder Mittelohr und führt zu einer verminderten Weiterleitung von Schall zum Innenohr.
- Die Ursachen reichen von harmlosen Blockaden wie Ohrenschmalz bis hin zu ernsthaften Erkrankungen, die dauerhaft bestehen können.
- Die Diagnose erfolgt durch eine ärztliche Untersuchung und verschiedene Hörtests, mit denen Ursache und Ausmaß des Hörverlustes bestimmt werden.
- Je nach Befund kann sich das Hörvermögen durch medizinische Behandlung wieder normalisieren oder durch Hörgeräte und weitere Maßnahmen wirksam ausgleichen lassen.
Schallleitungsschwerhörigkeit, was bedeutet das?
Eine Schallleitungsschwerhörigkeit entsteht durch Störungen im Außen- oder Mittelohr. Häufig liegt eine einfache Ursache vor, zum Beispiel eine Blockierung des äußeren Gehörgangs durch Ohrenschmalz. Diese lässt sich in der Regel unkompliziert durch einen Hörspezialisten entfernen.
In anderen Fällen kann jedoch eine ernsthafte Erkrankung die Ursache sein. Eine solche Form der Schallleitungsschwerhörigkeit kann dauerhaft bestehen und erfordert dann eine gezielte Behandlung mit technischer Verstärkung. Wir von Enge & Menze nehmen uns Zeit, die Ursache genau zu prüfen und Sie individuell zu beraten.
Wie wird eine Schallleitungsschwerhörigkeit diagnostiziert?
Wer bemerkt, dass das Hörvermögen nachlässt, sollte zeitnah einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Nur dort lässt sich der Zustand des Ohres und eine mögliche Schallleitungsstörung zuverlässig beurteilen.
Zu Beginn erfolgt eine Otoskopie. Dabei werden der äußere Gehörgang und das Trommelfell untersucht, um zum Beispiel Ohrenschmalzpfropfen, Fremdkörper, Entzündungen oder Veränderungen am Trommelfell zu erkennen.
Anschließend wird ein Tonaudiogramm erstellt. Über Kopfhörer werden verschiedene Töne vorgespielt, um die Hörschwelle zu bestimmen. Ergänzend erfolgt die Messung über die Knochenleitung. Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit zeigt sich hierbei ein deutlicher Unterschied zwischen Luft- und Knochenleitung.
Typische Anzeichen einer Schallleitungsschwerhörigkeit
Allen Formen der Schallleitungsschwerhörigkeit ist eine Verminderung des Hörvermögens gemeinsam. Je nach Ursache des Hörverlustes können jedoch unterschiedliche Begleit-Symptome auftreten. Bei einer Mittelohrentzündung, die besonders häufig bei Kindern vorkommt, zählen dazu unter anderem Ohrenschmerzen, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen.
Liegt die Schallleitungsstörung an einem Cholesteatom im Ohr, können Beschwerden wie unangenehm riechender Ohrausfluss, Schwindel, Kopfschmerzen oder im fortgeschrittenen Stadium sogar eine Ertaubung auftreten. Weitere mögliche Begleit-Symptome sind Tinnitus, ein Druckgefühl im Ohr, Schmerzen oder Juckreiz.
Anhand der begleitenden Symptome ergibt sich für den Arzt ein Gesamtbild, das nach entsprechenden Untersuchungen Rückschlüsse auf die Ursache der Schallleitungsschwerhörigkeit zulässt. Wir von Enge & Menze unterstützen Sie dabei, den nächsten Schritt zu gehen und die passende Versorgung zu finden.
Wie lässt sich eine Schallleitungsschwerhörigkeit behandeln?

Die Behandlung einer Schallleitungsschwerhörigkeit richtet sich immer nach der Ursache und dem Ausmaß des Hörverlustes. Zunächst untersucht ein Haus- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt Ihre Ohren, um festzustellen, wo die Störung der Schallweiterleitung entsteht. Auf dieser Basis wird eine passende Therapie empfohlen.
In vielen Fällen lässt sich das Hörvermögen durch eine gezielte Behandlung wieder normalisieren oder zumindest deutlich verbessern. Ist die Ursache vorübergehend, etwa durch Ohrenschmalz, Entzündungen oder Fremdkörper im Gehörgang, können diese häufig unkompliziert entfernt oder medikamentös behandelt werden.
Liegt eine dauerhafte Ursache vor, kommen unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten infrage. Dazu zählt die Anpassung von Hörgeräten, mit denen sich der Übertragungsverlust ausgleichen lässt. Bei bestimmten Erkrankungen oder Schäden im Mittelohr können auch chirurgische Maßnahmen sinnvoll sein, zum Beispiel zur Versorgung eines Trommelfelldefekts oder zur Entfernung eines Cholesteatoms.
In speziellen Fällen werden Implantate eingesetzt, etwa knochenverankerte Hörsysteme oder Mittelohrimplantate. Besteht eine beidseitige Schallleitungsschwerhörigkeit, kann die Versorgung mit zwei Hörgeräten erforderlich sein.
Wir von Enge & Menze begleiten Sie nach der ärztlichen Diagnose und beraten Sie ausführlich zu den für Sie geeigneten Hörlösungen.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Schallleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit?
Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit ist die Weiterleitung des Schalls im Außen- oder Mittelohr gestört. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit hingegen entsteht durch eine Schädigung des Innenohrs oder des Hörnervs. Während bei der Schallleitungsschwerhörigkeit der Schall das Innenohr nicht richtig erreicht, ist bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit die Verarbeitung der Schallsignale beeinträchtigt.
Ist eine Schallleitungsschwerhörigkeit heilbar?
In vielen Fällen ja. Liegt die Ursache zum Beispiel in Ohrenschmalz, Entzündungen oder anderen vorübergehenden Veränderungen, kann sich das Hörvermögen nach der Behandlung wieder normalisieren. Bei dauerhaften Ursachen ist eine vollständige Heilung nicht immer möglich, das Hörvermögen lässt sich jedoch häufig sehr gut ausgleichen.
Wann ist ein Hörgerät notwendig?
Ein Hörgerät wird dann empfohlen, wenn die Schallleitungsschwerhörigkeit dauerhaft besteht und nicht vollständig medizinisch oder operativ behoben werden kann. Ob und welche Versorgung sinnvoll ist, hängt vom Grad des Hörverlustes und von den individuellen Bedürfnissen ab.
Sind Hörgeräte bei Schallleitungsschwerhörigkeit effektiv?
Ja, Hörgeräte sind bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit in der Regel sehr wirkungsvoll, da sie den Übertragungsverlust gezielt ausgleichen. Wir von Enge & Menze beraten Sie ausführlich und finden gemeinsam mit Ihnen die passende Hörlösung für Ihren Alltag.

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